Analysen zum Arbeitsmarkt

»Aus der Massenarbeitslosigkeit erwächst der Polizeistaat« (Ralf Dahrendorf)
heißt: Gesellschaftlicher Fortschritt, Emanzipation und Freiheitsrechte müssen auf einer offensiven Vollbeschäftigungspolitik aufbauen. Doch nicht eine zukunftsorientierte Arbeitsplatzstrategie, sondern eine effektivere Vermittlungsstrategie — eine billigere Verwaltung des Mangels an Arbeitsplätzen — und die weitere Verschärfung des Drucks auf die Arbeitslosen steht im Zentrum der Pläne zur Neuausrichtung der Arbeitsmarktpolitik. Auch wenn es immer wieder bestritten wird: Gegen diesen Weg in den Überwachungs-, Kontroll- und Ausgrenzungsstaat gibt es Alternativen.

16. Januar 2016Otto König / Richard Detje

Transfergesellschaft — Perspektiven nach der Insolvenz

Praktiker/Max Bahr, Schlecker, Opel-Bochum: Was leisten Transfergesellschaften als Arbeitsmarkt- und Qualifizierungsinstrument? Weshalb sollten sie erweitert werden? Befunde einer aktuellen Untersuchung.

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29. August 2015Otto König / Richard Detje: Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt

Wenn man nicht mehr weiß, was man kommende Woche verdient

Anlässlich des Labor Day, der in den USA und in Kanada jeweils am ersten Montag im September gefeiert wird, hat Robert Reich, ehemaliger Arbeitsminister in der Clinton-Administration, der an der University of California lehrt, auf eine beunruhigende Entwicklung hingewiesen.

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29. Januar 2015Otto König / Richard Detje: Der Arbeitsmarkt im europäischen Vergleich

Benchmark Deutschland?

Ist das das deutsche Beschäftigungsmodell tatsächlich so erfolgreich, wie oft behauptet und vielfach auch im krisengeschüttelten europäischen Ausland geglaubt? Eine neue Studie überprüft das arbeitsmarktpolitische Ranking in Europa.

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13. Juli 2014Otto König / Richard Detje: Verabschiedung des »Gesetzes zur Stärkung der Tarifautonomie«

Mindestlohn: Flickenteppich oder Sozialreform?

Am 11. Juli 2014 hat der Mindestlohn seine letzte parlamentarische Hürde im Bundesrat genommen. Wenige Tage zuvor hatte der Bundestag, fast auf den Tag genau zwölf Jahre nachdem die PDS (heute: LINKE) erstmals einen Antrag zur »Einführung eines existenzsichernden Mindestlohns« ins Parlament eingebracht hatte, eine gesetzliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro beschlossen.[1] Der Mindestlohn gilt grundsätzlich von 2015 an, wird ab 2016 alle zwei Jahre überprüft und sieht für einige Branchen Übergangsfristen bis 2017 vor.

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8. März 2014Otto König / Richard Detje: Erfahrungen aus den europäischen Nachbarstaaten

Blockaden im deutschen Mindestlohnregime

Am 1. Januar 2015 startet hierzulande die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Mehr als ein Jahrzehnt intensiver Aufklärungs- und Kampagnenarbeit sowie langwierige sozialer Auseinandersetzungen waren dazu erforderlich. Deutschland ist dann das 22. Land in der Europäischen Union, das über einen nationalen Mindestlohn verfügt – die skandinavischen Länder sowie Österreich, Italien und Zypern weisen sektorale Mindestlohnsysteme auf. Ein »Regimewechsel« für die hiesigen Verhältnisse, wie der WSI-Tarif- und Mindestlohnexperte Thorsten Schulten hervorhebt.

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1. März 2014Otto König / Richard Detje: Die fiskalischen Wirkungen des gesetzlichen Mindestlohns

Gewinn für das Gemeinwesen

In der Mindestlohndebatte ist viel von Belastungen die Rede. Darunter sind jene gemeint, die auf Betriebe und Unternehmen in Folge höherer Löhne zukommen. Daraus wird die Warnung einer negativen Beschäftigungsentwicklung abgeleitet. Vor allem gering qualifizierte Arbeitsverhältnisse im personalintensiven Dienstleistungssektor – Gastronomie, Zustelldienste, Bereiche des Einzelhandels, des Reinigungs- und Bewachungsgewerbes — wären davon betroffen — sei es über direkte Personaleinsparungen oder über Preisanhebungen, die die Nachfrage schmälern.

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25. Februar 2014Richard Detje / Otto König: Auseinandersetzungen um Ausnahmeregelungen

Armut in Arbeit – trotz Mindestlohn

Im Vorfeld der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro zum 1. Januar 2015 beklagen Arbeitgeber bereits massive Kollateralschäden. So in Berlin. Ein halbes Jahr lang hatte die PIN Mail AG, ein privater Postdienstleister, der unter anderem auch die gesamte Behördenpost der Hauptstadt zustellt, die Forderungen der Beschäftigten nach einem Tarifvertrag abgewehrt. Das Grundeinkommen, dass das Unternehmen zahlte, lag bei 7,94 Euro, Prämien waren freiwillige Leistungen, die jederzeit widerrufen werden konnten.

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30. Dezember 2013Richard Detje / Otto König

Europa im Würgegriff des Wettbewerbspakts

Für die großkoalitionäre Bundesregierung steht die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Ökonomie ganz oben auf der politischen Agenda. Das muss kein Widerspruch zu einer wirtschaftlichen Erholung in der Europäischen Union sein. Denn beggar-my-neighbour-Politik allein würde ja bedeuten, jene Absatzmärkte zu strangulieren, die nach wie vor — trotz der enorm gestiegenen Bedeutung der asiatischen Märkte — für das Gros der deutschen Exporte entscheidend sind.[1]

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21. Februar 2011PowerPoint-Präsentation

Fair arbeiten — verdienen — handeln

Hamburg ist die viertreichste Metropole Europas und ein exzellenter Handelsplatz. Doch nicht für die Beschäftigten.

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29. April 2007Richard Detje

Verliehen und Verkauft

Zur Dynamik einer prekären Beschäftigungsform

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5. März 2007Richard Detje

Prognose: ein Drittel weniger Arbeitslose

Was steckt dahinter?

Licht am Ende des Tunnels? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hat es gesehen.

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3. Juli 2005Johanna Klages

Das Glück von Leipzig

WISSENTransfer-Mitglied Johanna Klages kommentiert die Eröffnung des neuen BMW-Werkes in Leipzig.

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6. Dezember 2004Richard Detje

Testfall für Hartz – Arbeitslosigkeit auf Rekordniveau

Im Oktober 2004 ist die Arbeitslosigkeit erneut auf ein Allzeithoch gestiegen. Im Winter werden es über fünf Millionen werden. Und dies auf dem Hintergrund einer rasanten Ausweitung von Niedriglohnjobs (Minijobs, Ich-AG). Auch die Prognosen für 2005 machen deutlich: Nicht der Abbau der Massenarbeitslosigkeit, sondern die Transformation des Arbeitsmarktes steht im Zentrum der "Hartz-Reformen".

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7. August 2003Richard Detje

Arbeitslosigkeit ohne Ende

Als Florian Gerster Anfang Juli 2003 seinen Plan zum Umbau der Bundesanstalt für Arbeit zu einem "modernen Dienstleister" bis Ende 2004 präsentierte, versicherte er, die Arbeitslosigkeit durch optimierte Vermittlungsleistungen um 400.000 zu senken. Das reicht zwar nicht entfernt an die Projektion der Hartz-Kommission heran, wäre aber zumindest mal ein Anfang. Aber auch daraus wird nichts werden.

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1. Juni 2003Richard Detje

Arbeitslosigkeit wie seit der Weltwirtschaftskrise nicht mehr

Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen kommentiert Richard Detje.

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24. Dezember 2002WISSENTransfer

Halbierung der Arbeitslosigkeit bis 2005?

Mit Leiharbeit und Niedriglohn zum flexiblen Kapitalismus

Zur Kritik des Endberichts der Hartz-Kommission.
Arbeitsgruppe: Angelika Beier, Joachim Bischoff, Richard Detje, Axel Gerntke, Gaby Gottwald, Jürgen Klute, Ingo Schmidt, Paul Schröder, Johannes Steffen, Axel Troost, Peter von Oertzen, Michael Wendl.

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1. August 2002Richard Detje / Joachim Bischoff

Stimmt die Richtung?

Anmerkungen zur Hartz-Kommission und der gesellschaftlichen Debatte

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