Arbeitspolitik im Zeitalter der Prekarität

Die herrschende Politik, der gestiegene Wettbewerbsdruck und eine strukturell verfestigte Massenarbeitslosigkeit setzen seit Jahren eine soziale Unterbietungskonkurrenz in Gang, in der Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte grundlegend in Frage gestellt sind. Unter den Slogans »Hauptsache Arbeit« oder »Sozial ist, was Arbeit schafft« sollen auch arbeitsinhaltliche Ansprüche zum nicht mehr vertretbaren Luxus erklärt werden. So geraten Standards guter Arbeit unter Druck. Arbeitszeiten werden ausgeweitet, Leistungsbedingungen verschärft und ein Rollback bisheriger humanisierungspolitischer Errungenschaften ist zu beobachten. Deshalb diskutieren Gewerkschaften wieder intensiver darüber, welche Ansätze aus der Defensive herausführen könnten. Auch der Blick der Sozialwissenschaften auf die Umbrüche in der Arbeitswelt ist erneut geschärft worden.

8. Dezember 2016Otto König / Richard Detje: Ergebnisse des »Arbeitszeitreport Deutschland 2016«

Wem gehört die Zeit?

»Flexibilität« lautet das Schlüsselwort für Arbeit im »digitalen Zeitalter«. »Starre Strukturen und Hierarchien des Industriezeitalters weichen auf«, erklärte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bei der Vorstellung des Weißbuchs »Arbeiten 4.0« Ende November. Dazu soll unter anderem von den Regelungen des Arbeitszeitgesetzes abgewichen werden können – zunächst in einer sich über zwei Jahre erstreckenden Experimentierphase. Bedingung: Unternehmerverbände und Gewerkschaften müssen darüber eine tarifvertragliche Vereinbarung treffen.

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6. März 2016Otto König: Gesetz zu Leiharbeit und Werkverträgen blockiert

Auf der Kippe

Kaum lag der erste Entwurf des Bundesarbeitsministeriums zur stärkeren Regulierung von Leiharbeit und Werkverträgen im November 2015 auf dem Tisch, liefen Wirtschaftsverbände Sturm. Dabei hatte man lediglich die geltende Rechtsprechung zu Papier gebracht und mitnichten einen»Angriff auf die moderne arbeitsteilige Wirtschaft« gefahren.

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19. Februar 2011Uwe Dechmann / Richard Detje / Gerd Peter

Demokratisierung der Arbeit

Erfreulicherweise entwickelt sich eine neue Diskussion über Wirtschaftsdemokratie. Auf ganz verschiedenen Ebenen: von der Notwendigkeit einer neuen – auch transnationalen – Wirtschaftssteuerung über den Überwindung des finanzmarktgetriebenen Akkumulationsregimes bis hin zu neuen Ansätzen der Demokratisierung der Arbeit. Ein Projekt der Sozialforschungsstelle Dortmund, an dem WISSENTransfer beteiligtt war, ist letzterem nachgegangen.

Die arbeitspolitische »Flanke« von Wirtschaftsdemokratie und die Bedeutung der §§ 90/91 des Betriebsverfassungsgesetzes

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29. März 2008IG Metall

Gute Arbeit – Original und Kopie

Die Zeitschrift "Gute Arbeit" stellt in ihrer Februar-Ausgabe den neu gebildeten Funktionsbereich Gesundheitsschutz und Arbeitsgestaltung beim Vorstand der IG Metall vor. Wir dokumentieren dies und einen Beitrag über den Umgang der SPD mit "Gute Arbeit".

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4. März 2007Richard Detje, Klaus Pickshaus, Hilde Wagner

Paradigmenwechsel in der Arbeitspolitik

Ein Vorschlag aus den Reihen von Südwestmetall zur Gefährung von Produktionsarbeit in Deutschland

Der Arbeitgeberverband Südwestmetall hat einen Vorschlag zur Gefährdung von Produktionsarbeit in Deutschland vorgelegt. Richard Detje, Klaus Pickshaus und Hilde Wagner kritisieren die low-road-Strategie.

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28. Juni 2006Richard Detje

AUTO 5000

Bei VW stehen 20.000 Arbeitsplätze zur Disposition. Gegenwärtig läuft ein Abfindungsprogramm, das mit 750 Mio. Euro zum vorzeitigen Ausscheiden von 5.000 Beschäftigten ausgestattet ist.

Restrukturierung mit anti-tayloristischen Bias?

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31. Oktober 2005Richard Detje / Klaus Pickshaus / Hans-Jürgen Urban

Zwischen Abwehrkämpfen und Offensivstrategien: Arbeitspolitik im Umbruch

Die Debatte um innovative Arbeitspolitik geht weiter; hier mit einem Diskussionsbeitrag aus der IG Metall, der in Heft 9 / 2005 der WSI-Mitteilungen erschienen ist.

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29. Oktober 2005Klaus Pickshaus

Arbeitspolitik im Umbruch

Klaus Pickshaus, Leiter des Projekts Gute Arbeit beim Vorstand der IG Metall und Mitglied von WISSENTransfer, konstatiert in einem Beitrag, der bei "isw" erschienen ist, eine Neubelebung arbeitspolitischer Debatten.

''Gute Arbeit'' als neuer strategischer Ansatz

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