7. Februar 2009 Vernetzungstreffen

Für eine neue Wirtschaftsordnung

Gewerkschafter, Globalisierungsgegner, Friedensinitiativen, Sozialverbände und Umweltschützer verständigten sich auf eine gemeinsame Diskussion über inhaltlich-konzeptionelle und politisch-organisatorische Vernetzungsmöglichkeiten.

Frankfurt am Main

Kaum ein anderes Thema beschäftigt die Menschen derzeit mehr: die Wirtschaftskrise und ihre Folgen. Doch wie lassen sich künftige Krisen vermeiden und die derzeitige meistern? Wie können die Finanzmärkte gezähmt werden und wie die Gier des Kapitalismus gestoppt? Wie wird die Welt gerechter?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, kamen Gewerkschafter, Globalisierungsgegner, Friedensinitiativen, Sozialverbände und Umweltschützer am 7. Februar zu einer gemeinsamen Diskussion über inhaltlich-konzeptionelle und politisch-organisatorische Vernetzungsmöglichkeiten zusammen. Sie wollen sich aktiv in den Wahlkampf einmischen und neue Wege aufzeigen.

Vier Projekte sollen stecken den inhaltlichen Rahmen ab:

  Gute Arbeit als ein Programm, das gegen wettbewerbs- und standortpolitische Vereinnahmungsversuche profiliert werden kann, ein Projekt gegen arbeitsmarktpolitische Repression, Prekarisierung und Lohnsenkungen.

  Soziale Gerechtigkeit als Projekt eines erneuerten Sozialstaats, der Teilhabe ermöglicht, die vielfältigen Erscheinungsformen auch verdeckter Armut, Ausgrenzung und Spaltung bekämpft und Ressourcen für die wachsenden Aufgaben öffentlicher Daseinsvorsorge erschließt.

  Bildung für Alle in einer Gesellschaft, die in einem skandalösen Maße soziale Ungleichheiten in der Erziehung, im Schul- und Ausbildungssystem fortschreibt und Strukturen konserviert, die Chancengerechtigkeit und solidarisches Lernen verhindern.

  Globale soziale und ökologische Rechte als Gegenprojekt gegen die in der Finanzmarktkrise aktualisierte Abspaltung der Peripherie, gegen die globale Ausbreitung von Hunger und Verelendung, die Militarisierung internationaler Konfliktzonen und gegen die negative Beschleunigung der globalen Klimaentwicklung.

 

Die Projekte sind so angelegt, dass sie im Wahljahr 2009 für politische Interventionen genutzt werden können. Sie zielen zugleich aber über die Europa-, Landtags- und Bundestagswahlen hinaus. Sie bilden einen Rahmen für einen Politikwechsel, den die zivilgesellschaftlichen Bewegungen, Verbände und Initiativen auch mit weiteren Einmischungen und Aktivitäten durchsetzen wollen.

Kontakt:
Horst Schmitthenner, IG Metall Vorstand, Verbindungsbüro Soziale Bewegungen
Wilhelm-Leuschner-Straße 79, 60329 Frankfurt/Main

 

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