2. Juli 2011 Forum Gewerkschaften / WISSENTransfer

Gewerkschaften im Finanzmarktkapitalismus — Strategiedebatte

Kategorie: Strategiedebatte, Veranstaltungsberichte

Nach der Großen Krise?
Gewerkschaften im Finanzmarktkapitalismus
Einladung zur Strategiedebatte
veranstaltet von Forum Gewerkschaften und WISSENTransfer

Samstag, 2. Juli 2011, 10:30-17:00 Uhr
Ökohaus, Kasseler Str. 1a, Frankfurt a.M.

Hier zum Herunterladen pdf-Dateien mit
einem kurzen Veranstaltungsbericht
sowie den drei Hauptreferaten von
Christoph Ehlscheid / Klaus Pickshaus / Hans-Jürgen Urban
Sabine Rainer
Klaus Dörre

Der Einladungsflyer zu der Tagung kann als pdf-Datei hier heruntergeladen werden.

Tagungs-Programm

10:30–10:45 Uhr | Begrüßung und Eröffnung

10:45–11.:15 Uhr | Christoph Ehlscheid / Klaus Pickshaus / Hans-Jürgen Urban
Gewerkschaften im Finanzmarktkapitalismus
Zwischenbilanz und neue Herausforderungen gewerkschaftlicher Strategiedebatte
Diskussion

12:30–13:15 Uhr | Pause / Imbiss

13:15–13:45 Uhr | Sabine Reiner
Das deutsche Wettbewerbsregime: Umverteilung ohne Ende?
Nationale und europäische Herausforderungen gewerkschaftlicher Solidarität
Diskussion

14:45–15:00 Uhr | Pause

15:00–15:30 Uhr | Klaus Dörre
Strategische Wahl
Was wird aus der gewerkschaftlichen Erneuerung?
Diskussion

Schlusswort

Tagungsort
Ökohaus, Kasseler Str. 1A, 60486 Frankfurt am Main

Wegbeschreibung
mit der S-Bahn: Linien S3 (Bad Soden), S4 (Kronberg), S5 (Friedrichsdorf) und S6 (Friedberg) zum Bahnhof Frankfurt West; das ist aus Richtung City die 4. Station nach dem Hauptbahnhof. Vor dem Bahnhof nach links, 1 bis 2 Minuten zu Fuß.

"Deutschland soll gestärkt aus der Krise hervorgehen" – dieses Motto der Bundeskanzlerin auf dem Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise scheint 2011 wahr geworden zu sein. Die Umsatzeinbrüche der Unternehmen sind egalisiert und das Flaggschiff des Finanzmarktkapitalismus, die Deutsche Bank, feiert eine Eigenkapitalrendite von 24%. Von Politikwechsel keine Spur – Weiter so!

Ist nach der Krise vor der Krise? Keine der Ursachen sind behoben, vielmehr verschärft: die Kapitalkonzentration auf den Finanzmärkten, die Exportorientierung bei gewachsenen globalen Ungleichgewichten, die Schuldenbremse mit eingebauter Umverteilung, Privatisierung und Sozialabbau. Und die Krisenherde in Europa, die deutlich machen, wohin die Krise weiter gereicht wurde.

Wie gehen Gewerkschaften mit den in kurzer Zeit veränderten Rahmenbedingungen um? Was bleibt von der Strategie beschäftigungsichernder Arbeitszeitverkürzung? Was folgt auf den Krisenkorporatismus? Stecken in größeren Verteilungsspielräumen Chancen gewerkschaftlicher Revitalisierung oder wird hier auf den alten Pfaden der ökologischen Krise gefahren? Entstehen neue Bündnisse zur Entprekarisierung der Arbeit oder gerät gewerkschaftliche Solidarität in der Krise der EU endgültig unter die Räder?

Kurzum: Wie lautet die Zeitdiagnose und was sind die strategischen Schlüsselprojekte? Bieten sozialstaatliche Erneuerung, Gute Arbeit und Wirtschaftsdemokratie, Aufklärung, Mobilisierung und Widerstand hinreichend Substanz für Erneuerung? Was ist mit Umverteilung und internationaler Solidarität?

Nach einem Jahr intensiver Strategiedebatte im FORUM GEWERKSCHAFTEN der Zeitschrift Sozialismus wollen wir eine erste Zwischenbilanz ziehen.

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