1. Juni 2005 Tagung am 1. und 2. Juni 2005 in Sprockhövel

Arbeitspolitik im Umbruch

Die herrschende Politik, der gestiegene Wettbewerbsdruck und eine strukturell verfestigte Massenarbeitslosigkeit setzen seit Jahren eine soziale Unterbietungskonkurrenz in Gang, in der Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte grundlegend in Frage gestellt sind. Unter den Slogans "Hauptsache Arbeit" oder "Sozial ist, was Arbeit schafft" sollen die verteilungspolitischen und arbeitsinhaltliche Ansprüche zum nicht mehr vertretbaren Luxus erklärt werden. Auf diese Weise geraten sämtliche Standards guter Arbeit unter Druck. Arbeitszeiten werden ausgeweitet, Leistungsbedingungen verschärft und vielerorts ist ein Rollback bisheriger humanisierungspolitischer Errungenschaften zu beobachten.

In dieser Situation wird in jüngster Zeit in den Gewerkschaften wieder intensiver darüber nachgedacht und diskutiert, welche strategischen und praktischen Ansätze aus der Defensive herausführen könnten. Auch der Blick der Sozialwissenschaften auf die Umbrüche in der Arbeitswelt ist erneut geschärft worden. Diskussionen über Ansatzpunkte und Chancen einer zeitgemäßen Arbeitspolitik haben Aufwind erhalten.

Die Ergebnisse der Tagung von IG Metall und WISSENTransfer hatten zum Thema "Arbeitspolitik im Umbruch" am 1./2. Juni 2005 im IG Metall-Bildungszentrum Sprockhövel liegen nun einerseits in Form des Aufsatzes "Zwischen Abwehrkämpfen und Offensivstrategien: Arbeitszeitpolitik im Umbruch" in den WSI-Mitteilungen und andererseits in einem im VSA-Verlag erschienenen Buches vor.

Ein Flyer zum Buch kann hier als gezippte pdf-Datei heruntergeladen werden.

 

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